Hilfe, wir finden keine Kollegen!

Wo sind die Studenten, Hausfrauen, Handwerker, Kaufleute oder Quereinsteiger, die sich nach einem tollen Gehalt, familienfreundlichen Arbeitszeitmodellen und einer gesunden Work-Life-Balance sehnen? WEBMESSEN.de sucht dringend Kundenberater*Innen.
26. November 2021 redaktion Allgemein, Jobs-Hamburg
Hilfe, wir finden keine Kollegen!
Dawid (li.) und Benedikt standen im WEBMESSEN- TV-Studio für das JOBWOCHE-Interview zur Verfügung. FOTO: JOBWOCHE

Dawid Janas und Benedikt Rousseaux suchen für das innovative Team von

WEBMESSEN.de dringend motivierte Kundenberater*Innen. Doch trotz einem

Spitzenverdienst und einem Arbeitszeitmodell, das auch die Work-Life-Balance

fördert, gibt es kaum Bewerber*Innen. Woran das liegt, darüber haben die

beiden Digital-Asse so ihre eigenen Vermutungen.

 

JOBWOCHE: Ihr duzt Euch hier alle. Wollen wir das Interview auch in der

Du-Form führen?

 

Dawid: Klar. Das ist in den innovativen Branchen doch so üblich.

 

JOBWOCHE: Innovativ ist das Stichwort. Was macht WEBMESSEN.de eigentlich?

 

Benedikt: WEBMESSEN.de gehört zur Wolter-Rousseaux Media Group. Wir

veranstalten seit dem ersten Lockdown bundesweit digitale Job-, Aus- &

Weiterbildungsmessen per Video-Chat. Insgesamt haben wir in den rund

eineinhalb Jahren schon gut 150 digitale Karrieremessen veranstaltet.

 

JOBWOCHE: Wer sind da so Eure Kunden?

 

Dawid: Wir veranstalten unsere Messen beispielsweise für die Bundesagentur

für Arbeit, das Land Brandenburg und viele Bildungsträger. Das sind

mittlerweile wirklich viele Firmen und Institutionen.

 

Benedikt: Aber wir veranstalten auch eigene Berufsorientierungsmessen für

Schulen oder Städte. Im letzten Jahr haben wir beispielsweise die

Ausbildungsoffensive Hamburg mit über 120 teilnehmenden Firmen und etwa

12.000 Schüler*Innen erfolgreich organisiert.

 

JOBWOCHE: Welche Firmen nehmen so teil?

 

Dawid: Das kann man gar nicht so genau sagen. Fast alle namhaften

Unternehmen und staatlichen Institutionen sind dabei. Von der Bundespolizei,

über die Finanzbehörden, Lidl, McDonalds, die Liste ist wirklich lang.

 

Benedikt: Neulich hat sogar ein Unternehmen aus Singapur mitgemacht, das

deutsche Fachkräfte für das Außenhandelsgeschäft sucht.

 

JOBWOCHE: Das hört sich wirklich spannend an. Habt Ihr das alleine

aufgebaut, was seid Ihr von Beruf?

 

Benedikt: Nein, wir sind ja eine Abteilung der Wolter-Rousseaux Media Group,

die Zeitungen verlegt und seit 2008 bundesweit stationäre Karrieremessen

veranstaltet. Insofern ist WEBMESSEN.de natürlich eine

Gemeinschaftsentwicklung innerhalb der Gruppe. Wir haben eine eigene

IT-Abteilung, ein Fernsehstudio, in dem die Rahmenprogramme aufgezeichnet

oder live gesendet werden. Wir greifen also auf die vielfältigen Ressourcen

der Gruppe zurück.

 

Dawid: Benedikt und ich sind Werkstudenten und betreuen die Abteilung. Bene

studiert Eventmanagement und ich Wirtschaftspsychologie. Aktuell befinden

wir beide uns in der Bachelor-Phase.

 

JOBWOCHE: Ihr sucht Kundenberater*Innen und findet keine. Was müssen die

überhaupt können.

 

Dawid: Du siehst ja, auch wir sind beide Quereinsteiger (lacht). Insofern

gibt es nicht das Berufsbild oder die Erfahrungen, die ein Bewerber

mitbringen muss. Spaß an innovativen Veranstaltungen und Motivation sind mit

am wichtigsten. Egal ob Hausfrau, Student, Maurer, Juristin oder

Autoverkäufer, wir freuen uns über alle Bewerber*Innen.

 

Benedikt: Kundeberater*Innen sollten schon eine Affinität zum Verkaufen

haben. Und sie müssen am Telefon lächeln können, wie ich in einem schlauen

Buch gelesen habe (lächelt).

 

JOBWOCHE: Was sollen sie verkaufen?

 

Benedikt: Verkaufen ist vielleicht nicht ganz der richtige Begriff. Wir sind

ja Problemlöser für Unternehmen, die Azubis oder neue Mitarbeiter suchen.

 

Dawid: Genau! Wir beraten die Kunden eigentlich mehr und erläutern ihnen die

Möglichkeiten, wie sie über digitale Karrieremessen neue Azubis und

Mitarbeiter finden.

 

JOBWOCHE: Das hört sich doch eigentlich spannend an.

 

Benedikt: Ja klar, ist es auch. Aber natürlich muss ich auch Verkaufstalent

mitbringen. Schließlich müssen wir aktiv auf die Firmen zugehen und Sie von

unseren innovativen Möglichkeiten überzeugen.

 

Dawid: Ja, mit dem ersten Schritt, der aktiven Ansprache per Telefon, damit

haben viele Bewerber echte Probleme. Wenn man den aber getan hat, dann

ist es eigentlich ziemlich simpel, da die Unternehmen schnell erkennen, dass

wir sie bei ihrer Suche aktiv und erfolgreich unterstützen können.

 

Benedikt: Man holt sich bei uns auch deutlich weniger demotivierende

Abfuhren, als beim Verkauf von Pay-TV-Abos oder ähnliches.

 

Dawid: Wenn die Kunden mitbekommen, dass wir wissen wovon wir reden und ihre

Probleme kennen und ernst nehmen, dann ist der Erfolg meistens

vorprogrammiert.

 

JOBWOCHE: Spannend. Was heißt denn bei Euch „familienfreundliche

Arbeitszeitmodelle“?

 

Benedikt: Bei uns kann man in Teilzeit, in Vollzeit, aber auch als

Minijobber anfangen und sich die Schichten innerhalb der Regelarbeitszeit

von 9.00 bis 18.00 Uhr nach Absprache selbst einteilen. Wochenendarbeit

kommt ganz selten vor.

 

JOBWOCHE: Top-Verdienst – was versteht ihr darunter?

 

Dawid: Wir zahlen sogar für Minijobber mindestens 12 Euro netto. Hinzu kommt

immer ein variabler Anteil. Umgerechnet auf 160 Stunden, was Vollzeit

entspricht, kommt man schon auf mindestens 3.000 Euro brutto.

 

Benedikt: Dann ist man in dem Job aber falsch. Ein guter Kundenberater

geht garantiert nicht, immer auf Vollzeit umgerechnet, unter 50.000 Euro im

Jahr nach Hause.

 

Dawid: Die richtig guten lächeln sogar über 50.000 (grinst).

 

JOBWOCHE: Das sind ja wirklich tolle Bedingungen und Verdienstmöglichkeiten.

Warum findet Ihr so schwer neue Leute?

 

Dawid: Als angehender Wirtschaftspsychologe vermute ich, dass viele

potentielle Bewerber*Innen gar nicht wissen, was wir eigentlich machen und

welche spannenden Perspektiven sich ihnen bei uns bieten.

 

Benedikt: Viele lesen auch nur Norderstedt und wollen lieber in Hamburg,

möglichst in Eppendorf oder direkt in der City arbeiten. Dabei sitzen wir in

unmittelbarer Nähe zum Flughafen, haben Busanbindungen direkt vor der

Haustür und ausreichend Stellplätze auf dem Gelände.

 

Dawid: Klar, das sind auch Hemmnisse. Aber viele wissen schlichtweg

überhaupt nicht um die Perspektiven, die wir ihnen bieten. Die wollen lieber

in großen namhaften Unternehmen arbeiten und sich mit einem klangvollen Jobtitel

schmücken, um dann nach kurzer Zeit festzustellen, dass sie eigentlich nur

eine kleine Nummer sind. Bei uns herrscht hingegen eine flache Hierarchie;

alle Kollegen können sich gleichbestimmt einbringen.

 

JOBWOCHE: Wenn jetzt Leute Lust bekommen haben, sich bei Euch zu bewerben,

wie funktioniert das?

 

Benedikt: Ganz simpel. Einfach eine Mail mit Kurzlebenslauf an

info@webmessen.de <mailto:info@webmessen.de>  

 

Dawid: Noch schneller geht es, wenn potentielle Kandidaten zum Hörer greifen

und einen Video-Chat-Termin mit uns vereinbaren.

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